Ein Unternehmer und sein Mitgesellschafter einigen sich in der Mediation auf eine Lösung, und wenige Wochen später bricht der Streit wieder auf. Als Mediator oder Berater kennen Sie solche Einigungen, die nicht halten. Nach unserer Erfahrung ist dann die Sachfrage geklärt, die Wut aber noch da.

In unseren Coachings geht es oft um Wut nehmen und Leid sehen, aber wie wird die Wut eigentlich von jemandem genommen?
Um Verletzungen der Systemgesetze auflösen zu können, muss zuerst von der verursachenden Person das entstandene schlechte Basisgefühl bei der verletzten Person anerkannt werden. Kommt dieses an, so geht es darum, dass die verursachende Person anteilig Verantwortung für die entstandene Wut übernimmt. In dem Sinne, dass die verursachende Person sagt: „Du bist zu Recht wütend. Ich nehme den Anteil der Wut, für den ich verantwortlich bin.“ 

Kann die verletzte Person die Wut loslassen (der verursachenden Person geben), so löst sich die Wut auf, sie verraucht, ein entspanntes Gefühl tritt ein. Und die verursachende Person, die die Wut nimmt, fühlt sich ebenfalls besser, da sie eine Verletzung auflösen kann.

Selbst wenn wir darüber sprechen oder schreiben, so reicht es nicht aus, dieses zu „verstehen“. Erst wenn man es selbst erlebt hat, wie sich das Basisgefühl von Wut auflöst, ohne wütend zu werden, weiß man, was es bedeutet.

Für Ihre Mandate heißt das: Im System Empowering gehen wir davon aus, dass eine Einigung auf der Sachebene erst trägt, wenn die verursachende Person das Leid anerkannt und die Wut genommen hat. Wie sich das anfühlt, können Sie in der Übung im Podcast selbst erfahren.

Sie begleiten Unternehmer und kommen bei einem Mandat an eine Grenze? In der System Empowerer Fortbildung lernen Sie, die Ursache im Fundament zu erkennen und aufzulösen. Der nächste Durchgang startet am 28. Januar 2027.

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