Ein Unternehmer will seine Organisation umbauen, Ziel und Plan stehen, und trotzdem kommt die Veränderung nicht in Gang. Wenn Sie als Berater oder Coach so ein Vorhaben begleiten, erleben Sie selten offenen Widerspruch, häufiger stillen Widerstand. Nach unserer Erfahrung hat in solchen Fällen oft niemand nach dem Guten am Bisherigen gefragt. Hier setzt der SystemCheck im Veränderungsmanagement an: Er bezieht die Mitarbeiter und ihre Expertise ein, damit Ziele und Nutzen allen bekannt sind und sich alle auf die Veränderung einstellen können.

 

Warum ist Veränderungsmanagement wichtig?

Veränderungsmanagement ist von entscheidender Bedeutung, da es Unternehmen hilft, ihre Ziele zu erreichen und erfolgreich zu sein. Ohne eine effektive Veränderungsstrategie kann es zu chaotischen und inkonsistenten Veränderungen kommen, was zu Problemen führen kann. Die Praxis zeigt, dass jede Veränderung  auch Nachteile und Risiken in sich birgt. Deshalb ist Veränderungsmanagement wichtig, um diese aufzudecken.

Schritte zum erfolgreichen Veränderungsmanagement

Sobald das Ziel festgelegt ist, sollten für ein erfolgreiches Veränderungsmanagement die vier entscheidenden Fragen gestellt werden. Das wird SystemCheck genannt.

1. Was ist gut an dem, was wir jetzt haben? Welche Vorteile gibt es in der Gegenwart?
Zuerst wird nach den Vorteilen der Gegenwart gefragt. In der Gegenwart wird es nicht nur Nachteile geben, sondern auch Vorteile, die möglichst erhalten bleiben sollen.
Wird nach den Vorteilen der Gegenwart gefragt, so fühlen sich die Mitarbeiter zugehörig und anerkannt. Genauso wird das Frühere und deren Kompetenz anerkannt. Dadurch werden nach unserer Erfahrung die zwischenmenschlichen Grundbedürfnisse innerhalb des Unternehmens automatisch eingehalten. So werden die Systemgesetze, die diese Grundbedürfnisse beinhalten, beachtet.

2. Was muss getan, gelernt oder verändert werden, damit die Vorteile aus der Gegenwart erhalten bleiben?
Hierbei ist es wichtig, möglichst konkrete Handlungen zu formulieren, mit einem festgelegten Zeitrahmen. Es muss sichergestellt sein, dass die Handlungsanweisungen wirklich umgesetzt werden.

3. Was sind negative Konsequenzen, Risiken oder Nachteile der Zielerreichung?
Wird nach den negativen Konsequenzen gefragt, sorgt es ebenfalls dafür, dass die Mitarbeiter sich zugehörig und anerkannt fühlen.

4. Was muss getan, gelernt oder verändert werden, damit die negativen Konsequenzen nicht eintreten?
Sind die Risiken  aufgedeckt, so gilt es, auch hierfür konkrete Lösungen zu finden. Die sich daraus ergebenden Aufgaben können an die Mitarbeiter delegiert werden. Häufig finden sie Lösungen, die die Führungskräfte nicht im Blick haben. Unsere Erfahrung zeigt, dass es immer Lösungen für diese Frage gibt. Die ersten Antworten sind in der Regel noch oberflächlich. Hier sollte sich Zeit genommen werden, dann werden die Antworten umso wertvoller.

Wichtig: Wird nicht nach den Vorteilen der Gegenwart und den Nachteilen der Veränderung gefragt, kommt es nach unserer Erfahrung zu Systemgesetzverletzungen. Es kommt zu Ausschluss, fehlender Anerkennung, fehlender Anerkennung des Früheren und der Kompetenz. Die Folge dieser Systemgesetzverletzungen ist häufig eine (unbewusste) Boykottierung der Veränderung. Auf den erlebten Ausschluss wird durch erneuten Ausschluss reagiert. Der Prozess verläuft nicht gut und die Beteiligten fühlen sich schlecht.

Was das für Ihr Mandat bedeutet

  • Woran Sie es erkennen: Ziel und Plan stehen, aber die Umsetzung stockt, ohne dass jemand offen widerspricht. Nach unserer Erfahrung steckt dahinter oft ein unbewusster Boykott.
  • Beziehen Sie die Mitarbeiter ein. Sie finden häufig Lösungen, die die Führungskräfte nicht im Blick haben, und die Aufgaben daraus lassen sich an sie delegieren.
  • Achten Sie auf konkrete Handlungen mit festem Zeitrahmen und darauf, dass sie umgesetzt werden. Geben Sie sich mit den ersten Antworten nicht zufrieden, sie sind in der Regel noch oberflächlich.
  • Zeigt sich der Boykott schon, kann eine Systemgesetzverletzung wie ein erlebter Ausschluss dahinterstehen. Für deren Klärung können Sie uns im Mandat hinzuziehen.

Fazit

Für Ihre Arbeit im Mandat heißt das: Bevor Sie mit dem Unternehmer Maßnahmen planen, lassen Sie im Team nach dem Guten am Jetzt und nach den Risiken des Ziels fragen. Wer diese beiden Fragen überspringt, riskiert Systemgesetzverletzungen, die sich häufig als stiller Boykott zeigen. Die vier Fragen des SystemCheck machen sichtbar, was erhalten bleiben soll und was dafür zu tun ist, damit die Mitarbeiter die Veränderung mittragen können.

Sie begleiten Unternehmer und kommen bei einem Mandat an eine Grenze? In der System Empowerer Fortbildung lernen Sie, die Ursache im Fundament zu erkennen und aufzulösen. Der nächste Durchgang startet am 28. Januar 2027.

Beratungsgespräch vereinbaren
Consent Management Platform von Real Cookie Banner