Wer sich für eine Ausbildung zum zertifizierten Mediator interessiert, stellt sich unweigerlich die Frage wie lange dauert eine Mediationsausbildung eigentlich. Besonders für Berufstätige ist es wichtig, die Dauer der Ausbildung realistisch einzuschätzen und zu wissen, wie sich Theorie und Praxis in den Alltag integrieren lassen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche gesetzlichen Anforderungen für die Mediationsausbildung gelten, wie sich die Ausbildungsdauer gestaltet und welche zusätzlichen Inhalte die System Empowerer Fortbildung am Hanseatischen Institut umfasst.

Planbarkeit und berufsbegleitende Vereinbarkeit

Als Berater, Jurist oder Steuerberater erleben Sie, dass Mandate an Konflikten hängen bleiben, etwa zwischen Gesellschaftern oder in der Nachfolge. Mit der Fortbildung erkennen Sie solche Konflikte im laufenden Mandat früher und nutzen das Gelernte in Ihrer Rolle. Wo Sie eine Partei vertreten, ziehen Sie für die Klärung an der Ursache einen Kollegen oder uns hinzu. Wer das neben dem Beruf lernen will, braucht eine klare Struktur und feste Termine. Die System Empowerer Fortbildung am Hanseatischen Institut findet etwa einmal im Monat an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt, donnerstags und freitags (Modul 8 und 15 freitags und samstags) von 09:00 bis 17:00 Uhr in Präsenz in Hamburg. Dadurch können die Teilnehmer langfristig planen und ihre beruflichen Verpflichtungen entsprechend anpassen.

Diese Struktur hat sich bewährt, da sie eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten ermöglicht, ohne dass sich die Fortbildung über zu lange Zeiträume erstreckt. Gleichzeitig bleibt genügend Raum, um das Gelernte zwischen den Modulen im eigenen Tempo zu vertiefen und erste praktische Erfahrungen zu sammeln.

 

Gesetzliche Mindestanforderungen (ZMediatAusbV & Mediationsgesetz)

Die Ausbildung zum zertifizierten Mediator ist in Deutschland durch die Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) und das Mediationsgesetz geregelt. Nach der Fassung der ZMediatAusbV, die seit dem 1. März 2024 gilt, umfasst der Ausbildungslehrgang mindestens 130 Präsenzzeitstunden, von denen höchstens 40 Prozent online stattfinden dürfen. Spätestens drei Jahre nach dem Lehrgang müssen fünf supervidierte Mediationen folgen, als Mediator oder Co-Mediator. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, darf die Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ führen. Zertifizierte Mediatoren müssen sich außerdem laufend fortbilden: 40 Stunden alle vier Jahre ab Ausstellung der Bescheinigung.

Eine fundierte Ausbildung geht jedoch über diese Mindeststandards hinaus. Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen sind praxisnahe Supervision, professionelle Anleitung und die Fähigkeit zur Allparteilichkeit entscheidend. Gute Mediation braucht beides: ein klares Verfahren und das Verständnis für emotionale und systemische Dynamiken.

Wer sich genauer mit den rechtlichen Vorgaben auseinandersetzen möchte, findet hier die vollständige Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV).


Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in unserer Fortbildung

Unsere Fortbildung erfüllt nicht nur die gesetzlichen Mindestanforderungen, sondern erweitert sie gezielt um praxisnahe und methodische Inhalte, die Mediatoren auf komplexe Konfliktlösungen vorbereiten. Neben den geforderten 130 Präsenzzeitstunden erhalten die Teilnehmer eine intensive Begleitung sowie zusätzliche Werkzeuge, die für die professionelle Mediation unerlässlich sind.
Ein zentrales Element der Fortbildung ist die enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Die Teilnehmer erlernen nicht nur klassische Mediationstechniken, sondern werden durch Fallarbeit und praktische Übungen dazu befähigt, Konflikte ganzheitlich zu verstehen und nachhaltig zu lösen.
Modul 15 ist das Testival. Wer es besteht, erhält das Zertifikat „System Empowerer“. Die gesamte Fortbildung mit 240 Stunden in allen 15 Modulen erfüllt die Anforderungen der ZMediatAusbV an den Ausbildungslehrgang. Wie sich die Stunden auf die Inhaltsbereiche verteilen, zeigt die Übersicht auf der Seite Ausbildung Zertifizierter Mediator. Ein fester Bestandteil davon ist das Modul „Recht & Mediation“, das die Juristin Annika Dulige unterrichtet. Nach den fünf supervidierten Mediationen dürfen die Teilnehmer die Bezeichnung „zertifizierter Mediator“ führen. Die gesetzlichen Vorgaben zur Mediation gelten für die Mediation nach dem Mediationsgesetz und für die Bezeichnung „zertifizierter Mediator“. Unsere eigene Arbeit mit Konfliktparteien heißt Konfliktlösung mit System Empowering.

Unser Plus: Vertiefte Inhalte & umfassende Praxis

Fortbildungsstruktur und Dauer

Die Fortbildung am Hanseatischen Institut umfasst 240 Stunden in 15 Modulen und dauert insgesamt rund 18 Monate. Die Module verbinden Theorie und Praxis, sodass die Teilnehmer nicht nur das erforderliche Fachwissen erwerben, sondern die Methoden auch intensiv anwenden können.

Die modulare Struktur ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten, ohne den Lernprozess zu überfrachten. Zwischen den Modulen haben die Teilnehmer Zeit, das Wissen anzuwenden und Fragen aus der Praxis gezielt in die nächste Einheit einzubringen. Durch die festen Termine bleibt die Fortbildung planbar und kann in einem klar definierten Zeitraum abgeschlossen werden.

System Empowering-Ansatz & Coaching-Kompetenzen

 

Ein wesentlicher Bestandteil unserer Fortbildung ist unsere Methode System Empowering. Sie baut auf den klassischen Mediationstechniken auf und ergänzt sie um die Arbeit an der Ursache: Liegt unter dem Konflikt eine Verletzung im Fundament, wird sie erkannt und aufgelöst.

Zusätzlich erwerben die Teilnehmer Coaching-Kompetenzen, die ihnen helfen, auch komplexe Konfliktstrukturen professionell zu begleiten. Während der gesamten Fortbildung stehen ihnen erfahrene Trainer zur Seite, die sowohl fachliche als auch persönliche Entwicklung unterstützen.
Ein besonderer Mehrwert unserer Fortbildung sind die 15 individuellen Coaching-Stunden, die jeder Teilnehmer erhält. In diesem geschützten Rahmen können persönliche Themen bearbeitet und eigene Entwicklungsschritte gefördert werden.

Gruppen von 6 bis 10 Teilnehmenden und die Arbeit an eigenen Fällen sorgen zudem für eine intensive und praxisnahe Lernatmosphäre.

Berufsbegleitende Gestaltung & Zeitaufwand

Unsere Fortbildung ist so konzipiert, dass sie sich mit beruflichen Verpflichtungen vereinbaren lässt. Die Präsenzmodule finden einmal im Monat an zwei aufeinanderfolgenden Tagen (Donnerstag und Freitag, bei Modul 8 und 15 Freitag und Samstag) statt. Diese feste Struktur ermöglicht es den Teilnehmern, ihre Termine langfristig zu planen und ihre Arbeitszeiten entsprechend anzupassen.

Zwischen den Modulen vertiefen die Teilnehmer ihr Wissen durch Selbststudium und praxisnahe Fallbearbeitungen. Zusätzlich erhalten sie zeitlich unbegrenzten Zugang zur „Online Academy“, wo weiterführende Inhalte jederzeit abrufbar sind. Ein weiteres Angebot ist das monatliche Coach-the-Coach-Format (CTC), bei dem frühere und aktuelle Teilnehmer sich mit erfahrenen Coaches austauschen und konkrete Fälle besprechen können.

Da die Fortbildung als fortlaufender Lehrgang konzipiert ist, können einzelne Module nicht individuell gebucht werden. Kann ein Teilnehmer einen Termin nicht wahrnehmen, bezahlt er das Modul trotzdem und holt den Inhalt bis zum nächsten Modul mit einem Ausbilder nach, meist an einem Tag zum Stundensatz von 350 € netto. Wer zwei Module verpasst, steigt im nächsten Durchgang an dieser Stelle wieder ein. Die verpassten Module sind dann schon bezahlt und kosten nichts mehr.

Praxisnähe und nachhaltiger Lernerfolg

Eine fundierte Mediationsausbildung vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern bereitet gezielt auf die praktische Anwendung vor. Unsere Teilnehmer arbeiten intensiv mit realen Fallkonstellationen, um ein tiefgehendes Verständnis für Mediationsprozesse zu entwickeln. Durch den strukturierten Ansatz unserer Fortbildung lernen sie, tieferliegende Konfliktursachen zu erkennen und nachhaltig zu lösen.

Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis sorgt dafür, dass die Teilnehmer nicht nur Methoden erlernen, sondern auch Sicherheit in deren Anwendung gewinnen. Wer bereits als Berater, Jurist oder Coach arbeitet, kann das Gelernte direkt in die laufenden Mandate mitnehmen und Konflikte dort lösen, wo sie die Arbeit blockieren.

Fazit

Die ZMediatAusbV verlangt für den Lehrgang zum zertifizierten Mediator mindestens 130 Präsenzzeitstunden und danach fünf supervidierte Mediationen innerhalb von drei Jahren. Die System Empowerer Fortbildung dauert rund 18 Monate und umfasst 240 Stunden in 15 Modulen in Präsenz sowie 15 individuelle Coachingstunden.
Für Sie als Berater, Jurist oder Steuerberater liegt der Nutzen vor allem in Ihrer bestehenden Arbeit: Sie erkennen früher, wann ein Mandat an einem Konflikt hängt, und können ihn an der Ursache lösen, statt immer wieder zwischen den Parteien zu vermitteln.

 

Sie begleiten Unternehmer und kommen bei einem Mandat an eine Grenze? In der System Empowerer Fortbildung lernen Sie, die Ursache im Fundament zu erkennen und aufzulösen. Der nächste Durchgang startet am 28. Januar 2027.

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