Genea-Methode: wenn die Kraft für die Klärung fehlt
Manchmal ist alles geregelt und besprochen, und ein Unternehmer kann trotzdem nicht entscheiden. Der Senior weiß, dass er loslassen sollte, und tut es nicht. Der Nachfolger würdigt die Leistung des Vaters, und es kommt bei ihm nicht an. Lassen sich solche Blockaden sachlich nicht erklären, liegt die Ursache nach unserer Erfahrung oft eine Generation früher.
Was die Genea-Methode ist
Die Genea-Methode ist der PowerCode, angewendet auf die Vorfahren: Eltern, Großeltern und frühere Generationen. Dr. Dieter Bischop hat sie entwickelt, um eine Voraussetzung des PowerCodes herzustellen, wenn sie fehlt.
Damit eine Verletzung aufgelöst werden kann, müssen die Beteiligten ausgeglichen kraftvoll genug sein. Wer das Leid des anderen nicht sehen, seinen Teil der Wut nicht nehmen oder kein anderes Verhalten benennen kann, hat dafür meist eigene, ältere Verletzungen. Im System Empowering gehen wir davon aus, dass diese häufig in ungelösten Verletzungen bei den Vorfahren liegen, etwa wenn in der Herkunftsfamilie jemand ausgeschlossen wurde.
Wann sie im Mandat eine Rolle spielt
- Ein Unternehmer kann sich nicht entscheiden, und in seiner Herkunftsfamilie wurde einmal jemand ausgeschlossen, etwa der Gründer.
- Die Nachfolge stockt, obwohl Steuer, Recht und Bewertung geklärt sind.
- Muster wiederholen sich über Generationen, etwa Loyalitätskonflikte oder das Scheitern in der dritten Generation.
- Eine Klärung mit dem PowerCode kommt an einer Stelle nicht weiter, weil eine Seite nicht genügend Kraft hat.
Wie sie abläuft
Die Genea-Methode findet in der Einzelarbeit statt. Die Vorfahren müssen nicht anwesend sein, sie werden innerlich einbezogen. Wie beim PowerCode beginnt die Arbeit dort, wo es noch gut war, und geht von dort zur ersten Verletzung. Leid, das einmal erlebt wurde, muss dabei nicht noch einmal durchlebt werden.
Ist die Person danach ausgeglichen kraftvoll genug, kann sie ihre eigenen Verletzungen mit dem PowerCode bearbeiten. Eine feste Reihenfolge gibt es nicht: PowerCode und Genea-Methode können sich im Prozess abwechseln. Mit dem Empowering wird das Neue anschließend in die eigene Lebensgeschichte eingebunden, damit Entscheidungen und Verhalten im Alltag stabil bleiben.
Was sie nicht ist
Die Genea-Methode ist keine Familienaufstellung nach Hellinger. Sie folgt den zehn Systemgesetzen als Leitrahmen und nutzt den PowerCode als Prozesslogik.
Für Ihre Arbeit mit Unternehmern
Als Berater, Jurist oder Coach müssen Sie die Genea-Methode nicht selbst anwenden, um sie zu nutzen. Es hilft schon, die Signale zu kennen: Ist eine Lösung sachlich fertig und der Mandant kann trotzdem nicht handeln, lohnt sich die Frage, ob die Blockade älter ist als der aktuelle Konflikt. In solchen Fällen können Sie uns hinzuziehen.
In der System Empowerer Fortbildung ist die Genea-Methode Modul 5.