Nachfolgekonflikte beim Mandanten
Die Verträge sind fertig, die Anteile übertragen, die Steuerfragen geklärt, und trotzdem kommt die Nachfolge Ihres Mandanten nicht in Gang. Der Senior entscheidet weiter mit, der Nachfolger wird von der Belegschaft nicht angenommen, oder Geschwister, die nicht übernehmen, blockieren über ihre Anteile. Im Mandat merken Sie es daran, dass die Übergabe auf dem Papier steht und im Alltag nicht stattfindet.
Sachlich ist dabei oft alles richtig aufgesetzt. Was fehlt, liegt nach unserer Erfahrung auf der Ebene der Systemgesetze. Der Senior braucht die Anerkennung für sein Lebenswerk, bevor er den Platz geben kann. Der Nachfolger braucht die Erlaubnis, wirklich zu führen. Fehlt beides, hält keine Regelung. Für Sie als Berater gibt es zwei Wege: Sie ziehen uns hinzu, oder Sie lernen selbst, Nachfolgen auf dieser Ebene zu begleiten.

Woran Sie es im Mandat erkennen
- Der Senior hat übergeben, kommt aber jeden Tag ins Büro und entscheidet mit.
- Die Mitarbeiter richten sich weiter nach dem Senior.
- Der Nachfolger zögert bei Entscheidungen oder setzt sie gegen den Senior durch.
- Geschwister, die nicht übernehmen, fühlen sich übergangen und reagieren über ihre Gesellschafterrechte.
- Termine zur Übergabe werden immer wieder verschoben.
- Ihre Empfehlungen werden angenommen und nicht umgesetzt.
Weg 1: Uns hinzuziehen
Sie bleiben in Ihrer Rolle und kümmern sich um Verträge, Steuern und Bewertung. Wir arbeiten mit Senior, Nachfolger und Familie an dem, was im Fundament verletzt ist: fehlende Anerkennung, alte Kränkungen, verdeckte Loyalitäten und Muster aus früheren Generationen. Das Hanseatische Institut begleitet seit 2003 Nachfolgen in Familienunternehmen, inzwischen über 400 Nachfolgeprozesse.
Dr. Dieter Bischop, Annika Dulige oder Jan Schulz kommt zum ersten Termin dazu, danach arbeiten wir oft online weiter. Der Stundensatz liegt bei 350 € netto. Ablauf, Abrechnung und Verschwiegenheit beschreibt die Seite Uns im Mandat hinzuziehen.
Weg 2: Selbst lernen
In der System Empowerer Fortbildung hat die Nachfolge ein eigenes Modul. In Modul 13, Unternehmensnachfolge, übertragen Sie System Empowering auf Nachfolgeprozesse mit Familie, Unternehmen und Eigentümern. Sie lernen, verdeckte Loyalitäten, alte Kränkungen und Rollenunklarheiten zwischen Senior, Nachfolger und Familie gezielt zu bearbeiten. Die Grundlage legen Modul 1 (Systemgesetze), Modul 2 (Konflikt Coaching mit dem PowerCode) und Modul 5 (Genea-Methode).
Teilnehmer können uns schon während der Fortbildung in ein eigenes Mandat holen und am Fall ihres Mandanten lernen. Alles zu Aufbau, Terminen und Preis finden Sie auf der Seite zur System Empowerer Fortbildung.
Häufige Fragen
Wann sollte ich Sie in einem Nachfolgemandat hinzuziehen?
Wenn die Sachfragen gelöst sind und die Übergabe trotzdem nicht stattfindet, etwa weil der Senior weiter entscheidet oder die Mitarbeiter dem Nachfolger nicht folgen. Leichter ist es, wenn die Klärung vor der vertraglichen Regelung stattfindet.
Arbeiten Sie auch mit Familienmitgliedern, die nicht im Unternehmen sind?
Ja, wenn sie für die Klärung gebraucht werden. In der Nachfolge gehören oft Geschwister, Partner und die Elterngeneration zum System, auch wenn sie im Unternehmen keine Rolle haben.
Bleibt mein Mandat bei mir?
Ja. Wir arbeiten an der Ursache des Konflikts und übernehmen keine Beratung, die zu Ihrem Mandat gehört. Unser Ziel ist, dass wir danach nicht mehr gebraucht werden.
Weiterlesen
Fälle aus unserer Nachfolgearbeit, die beiden Checklisten für Senior und Nachfolger und den Aufbau eines Nachfolgeprozesses beschreibt der Abschnitt Wenn die Nachfolge nicht erfolgreich ist. Wie die Klärung selbst abläuft, beschreibt die Seite Konfliktlösung mit System Empowering. Für Ihre Mandanten stellt das Hanseatische Institut die Begleitung der Unternehmensnachfolge vor.