Ein Unternehmer klagt über Streit im Team und über Mitarbeiter, die blockieren. Als Berater, Jurist, Coach oder Mediator stellt sich Ihnen dann die Frage, ob es wirklich um Sachthemen geht oder ob die Konflikte aus der Führung selbst entstehen. Nach unserer Erfahrung liegt die Ursache häufig darin, dass Führungskräfte unklar delegieren oder Systemgesetze verletzen, ohne es zu merken.
Dr. Dieter Bischop und Felix besprechen anhand von Fällen aus der Praxis, wie Führungskräfte Konflikte vermeiden und lösen können. Was sind verschiedene Ursachen für Konflikte in Unternehmen und Teams? Was macht eine Führungskraft aus? Wie delegiert man richtig? Kennen Sie die Führungskraft als Stoßdämpfer zwischen der nächsten Hierarchieebene und den Mitarbeitern? Leider ist das keine Seltenheit in Konzernen. Was sind typische Fehler einer neuen Führungskraft?
Das Fazit: Schlussendlich muss mehr kommuniziert werden. Alle im System sollten sich zugehörig fühlen, es muss richtig delegiert werden und die Führungskraft selbst benötigt genügend Power, Urvertrauen und Empathie. Wir nennen so eine Führungskraft fürsorglich konsequent, streng und gerecht. Wir wünschen viel Spaß und Freude beim Zuhören!
Was ist eine Führungskraft?
Eine Führungskraft vermeidet und löst Konflikte, wenn sie führt und dazu auch die Kraft und Power hat. Eine gute Führungskraft kann schwierige Entscheidungen treffen, Grenzen setzen, Verantwortung übernehmen und gleichzeitig empathisch mit den Mitarbeitern umgehen.
Führungskräfte sind
- Entscheider in den verschiedensten Hierarchieebenen
- in der Unternehmensführung, Mitarbeiterführung und Teamleitung
Aufgaben richtig delegieren
Folgende Punkte helfen beim Delegieren, und Sie können sie mit Ihrem Mandanten durchgehen:
- Aufgabe klar formulieren: Sicherstellen, dass die Aufgabe für den Mitarbeiter klar ist
- Zeitlichen Rahmen klären: bis wann? Das schafft Verbindlichkeit
- Welche Verantwortung steckt hinter der Aufgabe? Das bedeutet, welche Konsequenz tritt beim Unternehmen ein, wenn die Aufgabe nicht oder nicht richtig erfüllt wird? Was läuft dann schief?
- Überprüfen: Hat der Mitarbeiter alle Kompetenzen und Ressourcen, um die Aufgabe erfüllen zu können? Die Erfahrung zeigt, viele Mitarbeiter schätzen es, wenn auf diese Weise Aufgaben delegiert werden: „Endlich bekomme ich eine klare Anweisung.“ Schauen Sie sich gerne unseren Blogartikel zum Führungskreislauf an.
Klarheit über die Ressourcen herzustellen ist Führungsaufgabe
Die oberste Führungsebene stellt bei Entscheidungen die Fragen des SystemChecks. Die erste lautet: „Was ist gut an dem, was wir jetzt haben?“ Weitere sind zum Beispiel: Welche negativen Auswirkungen kann die Entscheidung haben? Wie kann die negative Auswirkung vermieden werden? Wenn Sie einen Unternehmer vor einer Entscheidung begleiten, können Sie diese Fragen mit ihm durchgehen.
Haben die Mitarbeiter die Ressourcen, die Entscheidung umzusetzen? Sorgt die Führungskraft nicht dafür, dass die Ressourcen und Kompetenzen vorhanden sind, verletzt sie das Systemgesetz der Zugehörigkeit: Fehlende Ressourcen wirken als Ausschluss. Das ist kein Leistungsproblem der Mitarbeiter, die Entscheidung liegt bei der Führung. Klagt ein Unternehmer über schwache Leistung im Team, lohnt deshalb die Frage, ob Befugnis, Information, Budget oder Zeit fehlen. Sonst besteht die Gefahr, dass sich alle Mitarbeiter auf den Ebenen darunter schlecht fühlen. Nach unserer Erfahrung sind die Folgen dann oft Stress, Konflikte und Demotivation.
Um als Führungskraft Konflikte zu vermeiden und aufzulösen, gilt es:
- Klarheit schaffen, dass Ressourcenmangel besteht
- Zeit haben und sich Zeit nehmen
- Für genügend Ressourcen sorgen.
Richtig Feedback geben
Ein wertschätzendes Feedback zu geben ist eine weitere und grundlegende Voraussetzung, um erfolgreich zu führen. Dadurch werden Konflikte vermieden. Viele Führungskräfte brauchen selbst kein oder wenig Feedback, das ist bei Mitarbeitern in der Regel anders: Für Mitarbeiter ist Feedback wichtig, um zu lernen und Ziele anzugleichen. Leider wird Feedback meistens nicht in einem angemessenen Rahmen gegeben, sondern als Kritik. Führt die Führungskraft nach den Feedbackregeln, hat sie die Mitarbeiter auf ihrer Seite. Für ein wirkungsvolles und stimmiges Feedback braucht sie eine wertschätzende Haltung. Diese Haltung ist da, wenn die Systemgesetze eingehalten oder Systemgesetzverletzungen aufgelöst sind.
Das Einhalten der Systemgesetze ist oberste Führungsaufgabe
Was ist das Wichtigste, um als Führungskraft Konflikte zu vermeiden und zu lösen? Die Einhaltung der Systemgesetze und das Auflösen von Systemgesetzverletzungen. Nach unserer Erfahrung beißen sich Führungskräfte, die (unwissentlich) die Systemgesetze verletzen, ratlos an demotivierten oder blockierenden Mitarbeitern die Zähne aus. Im System Empowering gehen wir davon aus, dass Konflikte entstehen, sobald Mitarbeiter sich ausgeschlossen, nicht wertgeschätzt, anerkannt oder respektiert fühlen. Wenn Sie einen Unternehmer begleiten, der genau darüber klagt, lohnt deshalb der Blick auf die Systemgesetze in seinem Unternehmen.
Starke Persönlichkeiten führen wirkungsvoll
Führungskräfte beziehen ihre Führungsstärke aus ihrer klaren inneren Haltung und Einstellung. Wenn sie sich selbst trauen, trauen ihnen ihre Mitarbeiter. Erst dann bieten sie ihr ganzes positives Potenzial als Vorbild an. Vertrauen kennt keine Voreingenommenheit, es ist ein Sprung ins Unbekannte, jeden Tag neu. Dann sind Führungskräfte auch in der Lage, Konflikte zu vermeiden und zu lösen.
Für Ihre Arbeit mit Unternehmern heißt das: Wenn Konflikte im Team nicht weichen, lohnt über Delegation und Ressourcen hinaus der Blick darauf, ob in der Führung Systemgesetze verletzt werden. Nach unserer Erfahrung tragen bessere Strukturen erst, wenn solche Verletzungen aufgelöst sind.
Sie begleiten Unternehmer und kommen bei einem Mandat an eine Grenze? In der System Empowerer Fortbildung lernen Sie, die Ursache im Fundament zu erkennen und aufzulösen. Der nächste Durchgang startet am 28. Januar 2027.
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