Ein Unternehmer schildert Ihnen im Mandat seine verfahrene Lage, die Sorge um die Firma und den Streit in der Familie. Sie hören zu, fühlen mit, und abends merken Sie, dass Sie etwas davon mit nach Hause genommen haben, das gar nicht zu Ihnen gehört. Um solche Lasten geht es in dieser Podcastfolge von Dieter und Felix, und darum, wie Sie als Berater, Jurist, Coach oder Mediator damit umgehen.

Wenn uns jemand sein Leid klagt und wir mitleiden, übernehmen wir eine Last, nämlich das Leid, von anderen. Zu den Lasten gehören für uns Leid, Verantwortung, Angst, Trauer, Wut und andere Gefühle.

Eine Last ist eine Energie, die nicht zu mir gehört, und die von einer anderen Person meistens unbewusst übernommen wurde. Wie bekomme ich denn überhaupt solche Lasten?

Wie es tatsächlich abläuft, dass eine Last von einem Menschen auf den anderen übertragen wird, wissen wir nicht genau. Unsere Erfahrung zeigt aber, dass es ständig passiert und die Lasten auch zurückgegeben werden können. 


Nach unserer Erfahrung kann es passieren, dass ich versehentlich und unbewusst energetisch auf den Platz eines Menschen rutsche. Die Folge ist, dass ich schlechte Gefühle übernehme, die nicht zu mir gehören. Eine Erklärung dafür, wieso dieses geschieht, ist, dass diese versehentliche Aufstellung ein Signal darstellt. Dieses Signal weist auf ungelöste Systemgesetzverletzungen hin, die gelöst werden sollen.
Genauso kann ich Lasten auf andere übertragen.
Von wem können wir Lasten übernehmen?
Von jedem Menschen: Partner, Freunde, Mitarbeiter, Chefs, Klienten und auch fremden Menschen. Häufiger werden Lasten im nahen Umfeld übertragen, von Menschen, die uns nahestehen. In der Regel übernehmen wir unbewusst Lasten von anderen Menschen.
Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, achtsam zu sein und die Signale zu nutzen, die auftreten. Genauso wichtig ist es, darauf zu achten, selber keine Lasten zu verteilen. Wenn es mir auffällt, sollte ich auch die Lasten zurücknehmen.

Wir möchten dazu folgende förderliche Überzeugung mitgeben:
Ich bin achtsam in Hinblick auf Lasten, die ich von anderen übernommen habe.
Jeden Tag gebe ich vorsorglich diese Lasten zurück, wo sie hingehören.
Es ist nicht nötig, dass ich genau weiß, um welche Lasten und welche Personen es sich handelt.

Für Ihre Arbeit mit Unternehmern heißt das: Wenn Sie nach einem schweren Termin das Leid Ihres Mandanten nicht loslässt, kann das nach unserer Erfahrung ein Signal sein, dass Sie eine Last übernommen haben. Sie können sie dorthin zurückgeben, wo sie hingehört, auch ohne genau zu wissen, um welche Last es sich handelt. Dann tragen Sie nicht mit, was zu Ihrem Mandanten gehört, und können ihn mit freiem Kopf begleiten.

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